rebreak-monorepo/docs/marketing/onepager-behoerden.md
chahinebrini d31e45e2a8 feat(streak): protection-coverage metric (DiGA core) replacing broken streak
The old streak was non-functional: streaks.current_days was always 0 (never
computed/incremented), and the profile page read me.streak (0) + account
created_at as the "since" date — showing "0 days protected since <signup>"
for everyone. This is the DiGA key metric, so it had to be rebuilt.

New model: optimistic protection-coverage based on actual VPN/MDM protection
state, never resets to 0.
- backend: append-only protection_state_log + migration; POST /api/protection/event
  (ingestion, deduped) + GET /api/protection/coverage (read-time compute, no cron);
  server-side cooldown_disable event on cooldown resolve. Generous >6h-off/day rule.
- frontend: report protection on/off transitions (initial + flips, deduped) from
  useProtectionState; rewrote profile StreakSection → half-donut (protected vs
  unprotected) + progress bar (current streak → personal record) + empty state.
- coverage starts fresh from deploy (no historical backfill — clean data for DiGA).
- spec: docs/specs/protection-coverage-streak.md (shared contract).
- old streaks/streak_events/profiles.streak left intact (coach/scores consumers).

Also adds go-to-market one-pagers under docs/marketing/.

Co-Authored-By: Claude Opus 4.8 <noreply@anthropic.com>
2026-06-06 10:54:55 +02:00

3.4 KiB
Raw Blame History

Rebreak — Spielerschutz dort, wo OASIS strukturell nicht greift

Positionspapier für Regulierungs- und Aufsichtsbehörden (GGL, BfArM, BZgA, Landesstellen)


Ausgangslage

Das deutsche Spielersperrsystem OASIS ist ein wirksames Instrument des Spielerschutzes: Anfang 2026 rund 367.000 aktive Sperren, über 5 Mrd. Abfragen 2025, betrieben durch das Regierungspräsidium Darmstadt unter Aufsicht der GGL. Der ganz überwiegende Teil sind Selbstsperren (~96 %) ein Beleg für die Schutzmotivation der Betroffenen selbst.

Die strukturelle Lücke: OASIS verpflichtet ausschließlich in Deutschland lizenzierte Anbieter. Im nicht-lizenzierten Online-Markt nach Schätzungen rund 60 % des Online-Glücksspiels (Regulus Partners, 2024), Volumen im Milliardenbereich greift die Sperre nicht. Gesperrte Spieler:innen verlagern sich erfahrungsgemäß genau dorthin. Der Schutz endet faktisch an der Grenze des lizenzierten Marktes.

Beitrag von Rebreak

Rebreak ist eine deutsche Anwendung, die am Endgerät ansetzt und damit eine Schutzebene bietet, die das anbieterseitige Sperrsystem nicht erreichen kann:

Schutzebene OASIS Rebreak
Lizenzierte Anbieter verpflichtend (ergänzend)
Nicht-lizenzierte / Offshore-Anbieter kein Zugriff geräteseitige Domain-Sperrung
Begleitung im akuten Suchtdruck KI-Coach + Eskalation an Fachhilfe
Verbleib im Versorgungssystem indirekt Anbindung an Fachstellen angestrebt

Rebreak versteht sich nicht als Konkurrenz, sondern als Komplement zum staatlichen Spielerschutz: Es adressiert genau die Verlagerung in den nicht-lizenzierten Markt, die das regulatorische Hauptproblem der Kanalisierung darstellt.

Datenschutz ausdrücklich KEINE Datenbank-Kopplung

Wir betonen bewusst: Rebreak strebt keine Anbindung an die OASIS-Datenbank oder einen Abgleich von Sperrlisten an. Eine solche Kopplung wäre datenschutzrechtlich (Art. 9 DSGVO, besondere Kategorien personenbezogener Daten) hochproblematisch und ist nicht unser Ziel. Rebreak arbeitet geräteseitig und anonym (Nutzer:innen sind nur über Spitznamen sichtbar, keine Klarnamen). Die Zusammenarbeit, die wir suchen, ist fachlich und inhaltlich, nicht datentechnisch.

DiGA- und Versorgungsperspektive

Rebreak verfolgt die Aufnahme ins DiGA-Verzeichnis (BfArM, §139e SGB V) als digitale Begleitanwendung. Eine Erstattung durch die GKV würde Spielerschutz erstmals in die Regelversorgung überführen niedrigschwellig und flächendeckend. Bislang existiert in Deutschland keine DiGA für Glücksspielsucht.

Relevanz für die GlüStV-Evaluierung 2026

Die laufende Evaluierung des Glücksspielstaatsvertrags adressiert die Wirksamkeit von Spielerschutz und Kanalisierung. Geräteseitige Schutzlösungen wie Rebreak schließen eine benannte Lücke und können einen Beitrag zur Diskussion über zeitgemäßen, technologiegestützten Spielerschutz leisten. Wir bieten an, hierzu eine ausführliche Stellungnahme bereitzustellen.

Was wir anbieten / suchen

  • Fachlicher Austausch zur Einordnung in den Spielerschutz-Werkzeugkasten
  • Möglichkeit zur Stellungnahme im Rahmen der GlüStV-Evaluierung 2026
  • Mittelfristig: Prüfung von Pilot-/Kooperationsformen (eskalationsstufig, ohne Datenbank-Kopplung)

Kontakt

[Name], Gründer Rebreak [E-Mail] · [Telefon] · rebreak.org Träger: [Raynis GmbH] · [Anschrift]